Stories

 

Fidelis Ad Mortem

 

Interview TORMENT OF SOULS

 

TORMENT OF SOULS existieren seit mittlerweile über 25 Jahren. Die Zombie-Brutalo-Deather aus der Eifel gehen dabei auch heute noch kompromißlos zu Werke, was sie bei ihren Fans selbst nach 25 Jahren authentisch wirken lässt. Unser Redakteur Paul traf die drei redseeligen und gut gelaunten Zombies Jochen Hamper, Markus Reger und Daniel Hayward in Bitburg und hatte allerhand Fragen zum neuen, bald erscheinenden Album der Band im Gepäck.

 

 

Headbanger: "Auf eurem neuen, hoffentlich bald erscheinenden Album entfernt ihr euch etwas von der Zombie-Thematik. Was hat es mit dem neuen Dämonen-Konzept auf sich?"

 

Markus Reger: "Zombies gehören für mich zwar auch noch in den Dämonenbereich, aber die Dämonenschiene als Konzept lässt für uns eine viel weitere Reichweite zu an Dingen, die man machen kann. Unsere Grafik-Designerin Sandra kann mit ihrer Expertise bei Clashtomized (www.clashtomized.com) dadurch auch viel mehr Spielraum in der künstlerischen Entfaltung walten lassen. Aber nach wie vor finden wir alle natürlich noch Zombies cool, aber irgendwann müssen selbst wir uns mal weiterentwickeln."

 

Headbanger: "Wie wirkt sich das auf eure Musik aus?"

 

Markus Reger: "Also unser Sound ist jetzt viel brutaler! Wir hatten immer das Problem, dass wir zwar `ne Idee hatten, wie wir auf CD klingen wollen, aber es gab meist eine Differenz zwischen unserem Live-Sound und dem Ergebnis auf der Platte. Wir haben viel recherchiert und es ist jetzt so, dass wir jetzt alle neue Verstärker haben und dadurch ergeben sich neue Sounds. Vor allem das neue Drumkit aber generiert einen Sound, der wirklich so klingt, dass wir damit am Ende zufrieden sind."

 

Jochen Hamper: "Es hört sich definitiv viel brutaler an!"

 

Markus Reger: "So viel können wir schon verraten: Wir haben einen Mix drin aus sehr viel schwedisch und sehr viel amerikanisch. Wir wollten nicht klingen wie DISMEMBER oder FLESHCRAWL. Das machen die Jungs schon selbst perfekt, aber das wären nicht wir. Die Gitarren klingen sehr sehr hart jetzt. Ich selbst habe mich stark nach CARCASS orientiert im Lead-Bereich zum Beispiel, weil sie eben auch nach wie vor eine meiner absoluten Lieblingsbands sind. Auch der Bass hat eine echte Renaissance erfahren. Der Bass hat jetzt einen Verzerrer und klingt gleich viel viel krasser und Jochen erfährt momentan ohnehin seine Renaissance!"

 

Jochen Hamper: "Meine Stimme ist einfach belastbarer geworden. Allein schon deswegen, weil wir extrem lang und extrem viel proben. Allein heute waren es gute 4 Stunden. Und auch den Song, den wir schon momentan einigen Auserwählten vorgespielt haben – bei dem kriegen wir von allen die Rückmeldung: Es ist typisch TORMENT! Und trotzdem klingt es anders."(Das können wir bestätigen, der Song ist ein Brecher!, Anm.d.R.)

 

Markus Reger: "Die groovigen Parts, die Melodieparts, das sind wir! Und dennoch klingt der Sound anders. Auch weil wir die neuste Technik, die es auf dem Markt gibt, nutzen jetzt. Wir sind auch dazu übergegangen, es komplett selbst zu machen, was die Aufnahme angeht. Der Sander hat sich quasi ein eigenes Studio gebaut und Joachim hat sein komplettes Drumkit auf E-Drumkit umgestellt."

 

Jochen Hamper: "Wir proben mit E-Drumkit! Live spielen wir nicht mit E-Drumkit!"(Alle lachen)

 

Markus Reger: "Vor allem durch die Lautstärke gibt es jetzt völlig neue Möglichkeiten. Wir können jetzt proben bei geringerer Lautstärke, was nicht nur das Gehör schont, sondern auch so eingestellt werden kann, dass es beim Proben klingt wie auf der CD später. Mega geil!"

 

Jochen Hamper: "Wir haben jetzt endlich den brachialen Sound auf der CD, den wir live immer schon hatten! Dafür haben wir krass investiert, aber das macht sich wirklich bezahlt. Wir waren direkt begeistert."

 

Headbanger: "Ihr spielt, wie einige andere Bands auch, mit drei Gitarren. Wieso macht ihr das eigentlich?"

 

Markus Reger: "Das ist einfach aus Freundschaft heraus geboren. Der Thomas ist oft auch heute noch auf Montage und eine Gitarre ist für uns zu wenig und dann haben wir Sander gefragt, ob er nicht einspringen will. Wenn Thomas dann eben auch da war, spielten wir eben statt mit zwei, mit drei Gitarren und tun es heute noch."

 

Jochen Hamper: "Die Frage haben wir ja noch nie gehört!(lacht) In Malta jetzt ist der Schorsch zum Glück auch dabei. Das wäre auch zu schade gewesen wenn er für diesen Gig nicht dabei gewesen wäre, denn wie oft spielt man schon in Malta (8. Februar, Anm.d.R.)? Und in Trier (22. Februar, Anm.d.R.) sind wir auch mit drei Gitarren am Start!"

 

Daniel Hayward: "Wir haben uns damals gedacht: Maiden machen das auch – dann können wir das auch!"(lacht)

 

Markus Reger: "Dazu passt auch unser neues Motto „Fidelis ad mortem“. TORMENT ist etwas, was uns verbindet und zwar bis zum Lebensende! Und das ist nicht nur ein neuer Song von uns, sondern eventuell auch der Titel der neuen Platte, aber da legen wir uns noch nicht fest. Passend wäre er allemal."

 

Jochen Hamper: "Wir sind eben auch Kindergartenfreunde größtenteils. Daniel kam ein wenig später dazu, da war er 50...ist jetzt 20 Jahre her, dass er eingestiegen ist."(Alle lachen)

 

Headbanger: "Daniel erzähl doch mal, wie es damals dazu gekommen ist."

 

Daniel Hayward: "Also ich war damals irgendwo mit Jochen und der fragte mich spontan: „Hast du schon geübt?“. Und ich wusste nicht einmal, was ich überhaupt üben sollte! Aber Jochen sagte nur „Du bist jetzt unser neuer Bassist!“. Und ich konnte nicht einmal die Schulflöte spielen zu dem Zeitpunkt! Ich wurde überall dann schon als neuer Bassist vorgestellt und habe dann ein paar Monate die Songs alle geübt. Ich habe dann den ersten Bass in die Ecke gefeuert und musste mir sogar einen neuen Bass kaufen dann, aber mittlerweile klappt`s, auch wenn ich mich nicht als super Bassisten bezeichne. Ich spiele auf zwei bis drei Saiten und komme damit klar!"

 

Jochen Hamper: "Aber dafür hat Daniel eine gute Bühnenpräsens!"

 

Wir machen nicht nur zusammen Musik, wir machen das zusammen als Familie!

 

Headbanger: "Euch gibt´s jetzt 25 Jahre – wie lange soll denn das noch gehen? Wirklich „Fidelis ad mortem“?"

 

Markus Reger: "Ja tatsächlich wollen wir das machen, solange es geht. Wir geben uns auch sehr viel Mühe mit der neuen Platte und sagen dabei immer scherzhaft wer weiß, wer wann noch lebt. Weisst du, wir machen das jetzt seit 25 Jahren und außer dem Bassisten, hatten wir nie nen Wechsel drin und der bleibt jetzt sowieso bis das eintritt! Wir machen nicht nur zusammen Musik, wir machen das als Familie! Und uns würde auch ein Teil des Lebens fehlen, der uns viel viel Freude bereitet! Wir stecken alles, was wir mit der Band verdienen, wieder in die Band. Man muss sich das mal vor Augen führen: So `ne scheiß CD zu machen kostet soviel wie ein Kleinwagen! Aber wir machen das quasi bis heute für umme, aus Freundschaft und Spaß!"

 

Headbanger: "Aber muss die Kunst sich nicht auch lohnen? Kunst sollte doch immer einen Gegenwert haben."

 

Jochen Hamper: "Klar, aber es ist nunmal so, dass man sagen muss: Metal macht man, weil es einem Spaß macht. Metal macht man, weil es eine Lebenseinstellung ist! Wir haben jetzt noch das Glück, dass wir eine Plattenfirma haben, die uns unterstützt, ohne dass wir ihnen Geld dafür bezahlen müssen, was heute im Underground-Bereich keine Seltenheit ist leider."

 

Markus Reger: "Wir haben einfach Lust darauf, Musik zu machen und es macht uns unglaublich viel Spaß! Wir nehmen uns daher auch sehr viel Zeit für die neue Platte."(Die letzte Scheibe erschien vor über 6 Jahren, Anm.d.R.)

 

Jochen Hamper: "Wir hätten die neue CD, wie wir es früher gemacht haben, auch schnell fertig machen können und sie auf den Markt hauen, aber wir wollen einfach das bestmögliche Produkt herausbringen, daher lassen wir uns Zeit und nehmen sie uns auch. Mehr Geld wäre schon toll, aber immerhin verdienen wir überhaupt was - es gibt eh schon sauviele Bands, die für lau spielen und das finden wir scheisse! "

 

Markus Reger: "Klar hätten wir auch gerne mehr Kohle dabei raus, aber um sie wieder zu reinvestieren! Wenns danach ginge, hätte ich zum Beispiel gerne so Leichen von der Decke hängen bei den Konzerten, aber das kostet eben auch, wäre aber schon cool. Aber: CD, Merch, Instrumente – da geht viel Geld für drauf. Dennoch: Kunst bedeutet etwas! Und Kunst ist sehr viel Arbeit! Das macht man aus Leidenschaft oder man lässt es sein!"

 

Headbanger: "Am kommenden Sonntag, um 12 Uhr ist die Videopremiere eures neuen Videos..."

 

Markus Reger: "Jaaaa um 12 Uhr haha!!! Da freuen wir uns auch mega drauf. Das Video und seine Machart ist schon was Besonderes. Da hat auch Clashtomized `ne tolle Arbeit geleistet. Sogar Jochen hat in dem Video ein neues, vorzeigbares Äußeres!"(lacht)

 

Headbanger: "Stichwort Bühnenpräsenz: Wie schwer ist es heute, live zu spielen?"

 

Markus Reger: "Ein großes Problem ist oft, dass die alten Bands die neuen zu wenig supporten!"

 

Jochen Hamper: "Ein Problem ist auch, dass die Szene das nicht mehr hergibt, auch von Seiten der Veranstaltungsorte. Früher hat SIX FEET UNDER am Samstag im Exhaus gespielt, heute ist sowas unter der Woche mit der Konsequenz, dass die Leute fern bleiben. Auch die Bands, denn viele von uns, die meisten sogar, müssen arbeiten unter der Woche."

 

Headbanger: "Wo würdet ihr gerne noch spielen?"

 

Markus Reger: "Also auch wenn man uns dann Kommerz vorwerfen würde – natürlich würden wir gerne mal auf Wacken spielen! Und was heißt schon Kommerz? Alles ist Kommerz. Und das ist auch gut so, denn es kostet schließlich auch etwas, ein Konzert zu veranstalten, speziell ein Event wie Wacken. Da kann man nur den Hut vor den Veranstaltern ziehen. Und die Bands...die machen ihre Kunst und die sollte einen Wert haben. Es gibt keinen Kommerz in der Kunst!"

 

Eigentlich sind wir `ne Progressive Metal-Band!

 

Headbanger: "Ihr seid mal aus einer Venue rausgeflogen..."

 

Markus Reger: "Ja aber da waren wir mal zur Ausnahme nicht dran Schuld. An dem Abend waren wir noch besonders nett und freundlich, aber nach dem Konzert, hat man uns gebeten zu gehen, weil wir „Die Hure 2“ gespielt hatten als letzten Song! Wir sind komplett unpolitisch und dann sagt man uns in einem autonomen Zentrum, dass wir frauenfeindlich wären, was einfach nicht stimmt! Prostitution ist das älteste Gewerbe der Welt und das autonome Zentrum lag auch noch direkt neben einem Puff! Der Veranstalter konnte dafür nichts, aber die Leute von der Location da, die wollten sich nicht einmal erklären und auch nicht mit uns darüber reden."

 

Jochen Hamper: "Also mir ist schon viel passiert, aber in der heutigen Zeit bei einer Death Metal-Band die Texte zu kritisieren, ging mir damals wie heute nicht in den Kopf. Wegen Stagediving bin ich schonmal wo rausgeflogen, wegen den Texten allerdings noch nie. Wir passen uns eigentlich immer ganz gut an, aber da ging es zu weit. Wir sind eh sehr progressiv, was unsere Anpassungsfähigkeit angeht. Eigentlich sind wir `ne Progressive Metal-Band!"(Alle lachen)

 

Headbanger: "Schauen wir nach vorne: Wie kam es zu dem Konzert in Malta?"

 

Jochen Hamper: "Das ist schnell erzählt. Unser Plattenchef hat mich angerufen und gefragt „wollt ihr da spielen?“, und ich hab direkt die Jungs alle kontaktiert und die haben auch alle direkt ja gesagt. Das macht man nicht alle Tage und das ist ne tolle Sache, da mal die Möglichkeit zu bekommen, da zu spielen."

 

Headbanger: "Wann kommt denn nun die neue Platte?"

 

Markus Reger: "Ende 2020. Vielleicht wird’s auch noch etwas später. Es fehlen noch zwei Songs, dann kann aufgenommen werden. Wir können auf alle Fälle sagen, wir sind zufrieden und das soll am Ende auch auf CD so klingen, dass wir das sagen können."

 

Headbanger: "Was hört ihr privat?"

 

Jochen Hamper: "Bei mir isses immer nur in eine Richtung. Seit ich 15 bin, fahr` ich die Death Metal-Schiene und da hat sich bei mir auch nicht viel bewegt. Was dazu gekommen ist, ist JOHNNY CASH, den höre ich mega gern. Und vielleicht noch CYPRESS HILL unter der Dusche und natürlich REINHARD MEY!"(lacht)

 

Daniel Hayward: "Ich höre das gerne, was ich auch live gesehen habe mal. ALICE COOPER, AC/DC, RAMONES, SEX PISTOLS und wie es sich für einen guten Franzosen gehört, höre ich auch gerne Musette-Musik, also Vorkriegsmusik aus Frankreich wie EDITH PIAF. Auch bin ich ein großer EMINEM-Fan oder auch von THE POLICE."

 

Markus Reger: "Ich höre seitdem ich 8 bin IRON MAIDEN! Heute so ziemlich alles, aber nur wenn es um Metal geht. Ich höre gerne ABORTED oder BEHEMOTH, aber eben auch Old School wie BOLT THROWER."

 

Headbanger: "Was war euer bestes Konzert als Fan?"

 

Markus Reger: "Das kann ich dir sofort sagen: HALLOWEEN! Da hatte ich fast 3 Stunden geflennt vor Glück!"

 

Jochen Hamper: "Bei mir ist es schwer. Ich würde sagen NAPALM DEATH 1989 im Exhaus! Mein erstes Death Metal-Konzert! Da war ich so geflasht, dass ich an der ganzen Death-Schose hängen geblieben bin! Mit ENTOMBED war das damals. Wahnsinn!"

 

Daniel Hayward: "Bei mir ist es sehr schwer. Ich bin ja ein bisschen älter als die Jungs. ALICE COOPER vielleicht und AC/DC in Paris damals, als das noch ein ganz normales Konzert war bei ihrer ersten Welttournee. An neuen Bands gefällt mir zum Beispiel MANTAR sehr."

 

Headbanger: "Vielen Dank für die Zeit und das schöne Gespräch."

 

 

 

TORMENT OF SOULS spielen am 8. Februar 2020 auf dem Shellshock Metal Fest in Malta und am 22. Februar 2020 im Kasino Kornmarkt in Trier. Die Videopremiere des neuen Songs findet am kommenden Sonntag, um 12 Uhr statt.


Das intimste Rockerlebnis aller Zeiten

 

 

Oder: wie ich mein erstes Metal-Festival 1994 erlebte

 

 

Von Joya Ghosh

 

 

Als ich jüngst meinen Mailposteingang öffnete, sprang mir eine Betreffzeile besonders ins Auge „Joya und Jon Bon Jovi auf hoher See. Ich dachte nach. Joya, das war mein Name und Jon Bon Jovi, klar, den kannte ich natürlich, auch schon sehr lange, seit meiner beginnenden Pubertät in den späten 1980s, aber keineswegs persönlich.

Der Betreff wirkte, wie er wirken sollte: ich klickte die Mail an. Da gab es einen Radiosender, der sich auf Rockmusik spezialisiert hatte und eben jener veranstaltete dieses Gewinnspiel. Auf Kreuzfahrt würden die Gewinner fahren und Jon Bon war mit an Bord. Vom intimsten Rockerlebnis aller Zeiten war da die Rede. An der Bar auf einen Plausch mit dem sympathischen, zwar mittlerweile ergrauten, aber immer noch gutaussehenden Bon Jovi.

 

Ich löschte die Mail ohne am Gewinnspiel teilzunehmen. Das war mir eindeutig zu heiß. Aber was hätte ich 1989 mit 13 zarten Jahren darum gegeben. Da war es ja beinahe schon intim, eine Schallplatte – das sind die großen gerillten Scheiben, die man mit einer eigens dafür kreierte Nadel an einer sich drehenden Platte massakrierte und damit die Musik abspielte, liebe junge Musikgeneration und Spotifier, in den Händen zu halten.

Konzerte waren damals eh eine Rarität. Meist reichte das Taschengeld nicht, oder sie fanden hunderte von Kilometern weit weg statt, in Städten wie Köln, München, Hamburg. Aber bestimmt nicht in der Nähe meiner beschaulichen Heimatstadt.

Erinnerungen steigen hoch. Mit 13 waren Dave Mustaine von Megadeth oder Jon Bon Jovi für uns Metal- oder Hardrockmädels der Inbegriff der Männlichkeit. Irgendwas regte sich in unseren Unterleiben – noch sehr unbestimmt und zart – wenn wir die langbehaarten Köpfe, Unterarme und Brustkörbe der Herren auf Postern oder Plattencovern betrachteten.

 

Und dann kam das erste Festival. Das legendäre Dynamo Open Air in Eindhoven. 1994, das Jahr, in dem ich 17 wurde. 25 Gulden (ca. 25 Mark) Eintritt, drei Tage Spaß in Holland. Und so viel Männerbrusthaar, wie man sich nie hätte erträumen können.

Die Zustände vor Ort: völlig chaotisch. Die Anreise erfolgte Donnerstags, alle fuhren kreuz und quer aufs Feld, sprangen aus den Pkws und bauten Zelte auf. Sicherheitsfahrwege? Fehlanzeige. Wollte man vor Sonntag raus, hinterließ man an allein umliegend geparkten Pkw einen handgeschriebenen Zettel. Und überall rannten halb bekleidete Männer herum, die langen (an diesem ersten Tag noch gepflegten) Haare wild und frei durch die Menge schwingend und präsentierten hautnah ihren Brustpelz. Ohne Zweifel eine Überdosis an Maskulinität für ein junges Mädel wie mich.

Es war aufregend, überall roch es nach Gras, die Joints wurden für nen Fünfer offen angeboten, die Menge war unglaublich gechillt, vielleicht auch wegen der Grasmenge, die in Umlauf war.

 

Ich mach es kurz: Eine Gruppe nur vage bekannter, älterer Jungs, die meine beste Freundin aus ihrem Jugendclub kannte, lud uns ein, mit ihnen zu rauchen, sobald wir angekommen waren und als besonderen Gag hatten die langhaarigen Bombenleger von einem kleinen Kanister das Einfüllrohr abgebaut, setzten den Joint auf das eine Ende und zogen die aromatischen Dämpfe mit uns durch die andere Öffnung.

Als ich wieder halbwegs klar wurde, war es Sonntag, und wir standen vor der letzten Band des Festivals: Danzig. Wieder so ein Hüne von Mann, einen Stierkopf als Gürtelschnalle, eine brummig maskuline Stimme und animalische Grunzer bei meinen Lieblingssongs Mother oder Devil`s Plaything. Glenn Danzig war es einfach.

Und dann tippt mir ein gutaussehender Ami auf die Schulter, bietet mir an, mich zu schultern, damit ich 167 cm- Zwerg besser sehe. Und ich bin im Himmel. Ich auf Augenhöhe mit Glen Danzig und zwischen meinen Schenkeln ein gutaussehender, langhaariger Ami. Andrew leiht mir auch seine gefütterte Lederjacke als es zu regnen beginnt und verschwindet, um uns was zu trinken zu holen.

 

Zurück gekommen ist er nie wieder. Dass er mich in dieser Menschenmenge nicht mehr gefunden hat, wundert mich nicht. Aber Andrew: Falls du dies liest, ich hab deinen Ausweis noch und auch die tolle Lederjacke mit dem Schottenkarofutter. Einfach weil sie mich an Dynamo 1994 erinnert. Mein erstes Festival.  


Low culture vs.high culture

 

Warum Kunst nicht immer gleich Kunst ist. Und was die Kirche damit zu tun hat.

 

Von Paul Seilner

 

Eine kleine Anekdote zur Einleitung: Als ich im Rahmen meiner Tätigkeit als Redakteur für Headbanger auch Promotion für die erste Kasino Metal Night (Konzertbericht im Reviewteil! Anm.d.R) machte, kam ich auch an einem großen Teppichgeschäft hier in der Trierer Innenstadt vorbei. Klar, neben Litfaßsäulen und Rock-Kneipen ist ein Teppichgeschäft nicht unbedingt die erste Anlaufstelle für das Auslegen von Flyern und Plakaten. Jedoch ist dieses Geschäft bekannt dafür, dass in dem riesigen Schaufenster immer wieder Plakate von lokalen Theateraufführungen oder auch von Sondervorstellungen im kleinen, lokalen Kino ausliegen.

 

Die Dame, die mich aufgrund meiner Tattoos und meiner schwarzen Kleidung schon argwöhnisch mustert, hört sich kurz mein freundlich vorgetragenes Anliegen an und sagt dann schnell:"Nee Konzerte legen wir hier nicht aus!" Schade erwidere ich und sie darauf nur "Naja wissen sie, wir legen ja eher Sachen aus, die mit Kultur zu tun haben. Und meist auch die Veranstaltungen, die von der Kirche ausgerichtet werden."

Auf meinen Einwand, dass ja ein Livekonzert ebenfalls Kultur ist, hat die olle Zippe nur ein verächtliches Lächeln übrig und öffnet mir schon einmal die Tür, sprich bittet mich zu gehen ohne es auszusprechen. Ein fleissiges Helferlein im Teppichgeschäft mit langen Dreads kommt hinzu, weil er das Gespräch verfolgt hat und meint:"Dann ist aber ein Mittelaltermarkt auch Kultur!". Und recht hat er!

 

Die Kasino Metal Night war auch ohne das Teppichgeschäft ein voller Erfolg. Die Misere jedoch liegt woanders. Wieso gibt es einen gesellschaftlich akzeptierten und über Generationen hinaus tradierten Unterschied zwischen Low Culture und High Culture? Ist der künstlerische Wert eines Metal-Konzerts weniger "wert" als der eines klassischen Konzerts? Natürlich ist er das nicht. Auch eine Metalband besteht aus Künstlern, die eigene Kunst (in diesem Fall Musik und Texte) ersinnen, diese zu einer Gesamtkonzeption zusammenbringen, beim Live-Vortrag noch eine Performance hinzufügen und darüber hinaus oft noch in anderen Bereichen künstlerisch tätig werden, wie beispielsweise beim Gestalten des Plattencovers. 

 

Nein, der Hund liegt an ganz anderer Stelle begraben. Wieder sind wir bei überkommenen, Jahrzehntelang reproduzierten performativen Akten, die ihren Ursprung in einer christlich geprägten Gesellschaftsordnung haben. "Lies lieber mal ein Buch!" heißt es da von den (Groß-)Eltern, wenn man als Kind einen Film schauen wollte. "Wenn sie auf der Suche nach Kultur sind, gehen sie ins Theater!", und so weiter...es ist die uralte Auffassung, dass nur das "Alte", das "akzeptierte" Wissen um eine Sache, in diesem Fall die Kultur, das Wahre ist. Es ist das Entgegenstellen gegen den Fortschritt, gegen das Neue. Und daran ist die Kirche schuld! Es ist der Kirche und ihrem Vordringen in die heidnische Umgebung Nordeuropas, die dieses Denken mit sich brachte. Und die Auswirkungen dieses Prozesses haben ihren Niederschlag in allen Bereichen des gesellschaftlichen Miteinanders. 

 

Gut, das Metal seit jeher Rebellion und Aggression verkörpert! Rebellion bedeutet immer auch Fortschritt und so ist es schön zu sehen, dass Metal in Zeiten, in denen das Wacken Open Air Kulturgut ist und auf arte ausgestrahlt wird, immer noch aneckt, denn das muss er auch weiterhin tun, um gesamtgesellschaftlich etwas zu verändern, denn Kunst ist immer Kunst, sei es Theater oder Kino und Musik ist immer Kultur, sei es Klassik oder Metal.


Eine kurze Geschichte der Festivalbesuche

 

Warum früher doch alles besser war

 

Von Krishna Ghosh

 

Weißt du noch, wie es früher war? Damals, als man mit 20 D-Mark im Geldbeutel zu einem Festival gefahren ist und davon auch tatsächlich die ganzen ZWEI TAGE überleben konnte. Wieso fühlten sich jene Festivals an, als seien sie für die Ewigkeit gemacht? Wieso behalten wir sie im Gegensatz zu aktuellen Festivals in ganz besonders liebevoller Erinnerung?

 

Ein Festival damals - und mit damals sind die 90er-Jahre gemeint - wurde nicht ein Jahr vorher geplant. Noch wusste man genau, wer dort spielen wird oder wann welche Band in der Running Order steht. Nein man beschloss maximal einige Wochen vorher, dass man "da hin" fahren wird. Wobei nicht einmal so richtig klar war, WO dieses "da" eigentlich ist.

Kurz vor dem Termin schaute man sich die Route auf der Karte an und organisierte Mamas Auto, welches man dann bis unters Dach vollstopfte. Sicherheitsbedenken o.ä.gab es nicht. Es wurden leere Flaschen mit allerhand Alkohol befüllt, mit billigem Fusel, den heute niemand mehr trinkt, aber der damals einfach den Geschmack einer ganzen Generation getroffen hat. Man hatte ein kleines Zelt, keinen Campingvan, kein Mehrkammer-Multifunktions-Postmodernes-Schwachsinns-Hightech-Domizil oder sogar einen Pavillon.

 

Nach langer, oft irrgeleiteter Fahrt kam man dann auf dem Festival an, nur wenige Ordner wiesen uns den Weg. Und so standen dann Autos und Zelte in ungeregelt-anarchischer Reihenfolge nebeneinander. Früher heimfahren war schon deswegen unmöglich, weil man mit dem Auto nur in der umgekehrten Reihenfolge der Ankunft wieder wegkam.

Das Festival selbst war ein Traum. Es gab nur eine Hauptbühne und eine Zeltbühne - wobei die Zeltbühne kein Parallelprogramm zur Hauptbühne darstellte, sondern als Pre-Show diente, bis das eigentliche Festival auf der Hauptbühne begann. Das Festival war auch nur zwei Tage lang, nicht vier Tage wie manch ein Festival heute (Summerbreeze, Graspop Metal Meeting). Es gab keine Wellenbrecher vor der gigantischen Hauptbühne und dennoch wurde niemand von uns "gebrochen". Die Ordner waren keine paramilitärische Schlägertruppe, sondern standen oft vor der Absperrung und ermutigten die Leute sogar noch zum Crowdsurfen. 

Die Bands selbst und ihre Auftritte waren nicht perfekt - und genau das war es, was ihre Gigs so unsterblich machte! Während der junge Marilyn Manson auf der Bühne rockt, fragt mich ein bekiffter Holländer, ob ich "mal Tisch" machen könnte. Wie meinen? Achsoooo, ich sollte mit meinen Händen einen Tisch formen, damit er darauf einen Joint bauen kann, Rammstein spielten mitten am Tag und waren noch ein Geheimtipp, Dave Lombardo hämmerte uns mit Slayer das Trommelfell aus dem Schädel, Peter Steele ballerte sich ne Pulle Whisky in den Kopf und feuerte diese danach in die tobende Menge, ehe Machine Head die Meute komplett zerstörten...kurz: Niemand hat sich um kleine Regelüberschreitungen gekümmert und wir alle kamen wieder heil nach Hause - mit dem Gefühl, Teil von etwas Großem gewesen zu sein.

 

Wir haben kaum Geld ausgegeben und hatten trotzdem die beste Zeit unseres Lebens. Wir haben nicht geduscht, es gab keine Spültoiletten, nur Dixies, wir hatten keinen Grill, sondern haben aus Dosen gegessen, wir hatten kein gekühltes Bier und keine Hygienetücher.

Und wieso sind jene Festivals nun so prägend für uns bis heute? Vielleicht lag es an unserer Jugend. Vielleicht lag es an unserer Unerfahrenheit, vielleicht waren wir nicht so "satt" an Attraktionen wie wir es heute sind. Vielleicht waren wir Reiter auf einer Welle ehe diese Welle kurze Zeit später brach und sich in die kommerziellen Interessen einer größer werdenden Unterhaltungsindustrie ergoss. Vielleicht ist weniger mehr - oder vielleicht waren die Festivals damals auch einfach nur geiler!

 

EIN HOCH AUF DAS DYNAMO OPEN AIR, AUF DAS BIZARRE FESTIVAL, AUF DAS ROCK AM SEE!!!



 The Female Side of Black Metal

 

Oder warum gute Mucke kein Geschlecht kennt

 

Von Joya Ghosh

 

Montag, 4. Februar, Rockhal Luxemburg 21:00 Uhr. Die Stimmung ist gut, der Sound düster, Rauchschwaden ziehen durch die Halle, nur eines muss mit Argusaugen gesucht werden: weibliches Konzertpublikum. Dies ist an und für sich keine neue Entdeckung. Eigentlich muss man bloß auf ein Metal-Konzert gehen, sei es Heavy, Speed, Thrash oder egal welche Spielart ihr bevorzugt: Eines wird auf den ersten Blick klar (neben der Überalterung der Metalgemeinschaft*Grinsen der Redakteurin): Die weiblichen Zuschauer/-hörerin ist eindeutig in der Minderheit. Etwa 80 Prozent der Konzertbesucher auf Konzerten der härteren Gangart sind männlich. Damit ist nur jeder fünfte Metalkonzertbesucher weiblich. Und das ist noch einmal zu potenzieren bei jenen Spielarten des Metals, die in den Extrembereich eingeordnet werden können wie Death, Thrash oder eben Black Metal.

 

Da stellt sich zwangsläufig die Frage, ob das biologische Geschlecht wirklich einen Einfluss auf das Dasein als Extremmetaller haben kann? Was ist es am Black Metal, dass doch gerade im Musikerbereich die weibliche Seite vollkommen ausschließt und was die Fangemeinde so eindeutig maskulinisiert? Wenn man darüber nachdenkt, dann landet man ganz schnell in der Geschlechterdebatte und bei der Frage, was denn nun typisch weiblich und typisch männlich ist. Und fragt sich, wieso wir eigentlich über diese Klischees nicht längst hinaus sind. Sogar Soziologen beschäftigen sich mittlerweile klischeefrei mit dem Thema, wieviel denn nun an der Geschlechteridentität wirklich angeboren und was letztlich eine Folge der Sozialisation, der Erziehung und der hartnäckigen Klischees sind. Simone de Beauvoir, ihres Zeichens Schriftstellerin und Philosophin ging ja sogar so weit, zu behaupten, dass uns bereits der Moment, in dem wir aus unseren Müttern gezogen werden und der Arzt die Gratulation zur Tochter oder zum Sohn ausspricht, in eine bestimmte Richtung schubst. Ob wir nun wollen oder nicht.

 

Aber um nicht vom Thema abzuschweifen: Wie die Gesellschaft an sich, ist auch der Metalbereich voller Klischees. Besonders in Bezug auf Frauen. Dies gilt natürlich besonders überzogen für den Black Metal. Hier die gängigen Frauenklischees, welche in den meisten Köpfen herumspuken, in kondensierter Form:

Klischee Nummer 1: Adams kesse Rippe

Sie ist aufgrund ihrer Aufmachung auf jedem Konzert sofort zu finden und sei es auch nur, weil sie zu Darkthrone mit High Heels von Manolo Blanik auftaucht, kombiniert mit einem sauber gebügelten Shirt mit martialischem Aufdruck, dem man ansieht, dass es selten bis nie getragen wird. In ihr wird gern das Anhängsel der Metaller-Freunds gesehen. Sie kam natürlich durch ihn in die Szene, hat vorher allenfalls Hardrock à la Bon Jovi oder Aerosmith gehört und geht – da sind sich alle einig - eigentlich nur ihm zuliebe mit.

Klischee Nummer 2: Die LKW-Fahrerin

Sie wirkt schon fast nicht mehr wie eine Frau, zieht sich an wie die Jungs, trägt unbedingt eine Kutte und ihr Verhalten ist dem der männlichen Kollegen gleichzusetzen. Darüber hinaus besticht sie entweder durch eine fast anorektische Figur, die kaum Rückschlüsse auf ihre Angehörigkeit zum weiblichen Geschlecht zulässt oder präsentiert sich mit der robusten Figur einer Profi-Ringerin. Im Metal-Bereich ist diese Frau für die anderen Besucher eines Konzerts oder Festivals so gut wie unsichtbar, denn gerade in dem Überangebot von Jungs, ist eine Frau, die sich wie ein Mann verhält und sogar danach aussieht, allenfalls ein mitleidiges Lächeln wert.

Klischee Nummer 3: Barbarella

Sie ist sogar durchaus mal in Bands präsent, wie in der griechischen all-female Black Metal Band Astarte – zeigt sich aber auch als Augenöffner im gemeinen Volk vor der Bühne: Die Sexbombe. Sie fällt optisch sofort auf, trägt verführerisch-aufreizende Outfits und schwenkt im Publikum ihr langes, makelloses Haar zu den harten, schnellen Beats. Sie setzt ganz auf ihre – glücklicherweise vorhandenen - weiblichen Reize. Das lässt sich auch im Black Metal hervorragend vermarkten. Ihr gebührt in den Klischeeköpfen ein Ehrenplatz, denn bei ihr ist es eigentlich egal, was und aus welchen Gründen sie den Extrem-Metal hört, schließlich wird ihre Individualität ja vom starken optischen Reiz verdrängt, der sie letztendlich als brauchbares Fickmaterial auszeichnet.

 

Aber mal Spaß beiseite. All diese Klischees sind nicht neu und können eigentlich auch auf die Nicht-Metal hörende Gesellschaft transponiert werden. Doch besonders im Extrem-Metal dominieren solche Klischees in den Köpfen der Gemeinde.

Doch Hoffnung naht, denn inzwischen setzte sich sogar die Musikforschung mit der Geschlechterforschung auseinander. Die Musikwissenschaftlerin Sarah Chaker befasst sich vor allem mit Death und Black Metal und bescheinigt der Szene eine Welt, die von Männern für Männer gemacht wurde. Sie bescheinigt den Extrem-Metal-Szenen, dass sie „ für Männer eine Art Spielwiese oder Nische sind, in der sie, weitgehend ungestört von Frauen, unter sich sein und dort alles tun können, was Männer ihrer Meinung nach eben tun sollten“.

Okay, Extrem-Metal ist primär Hass, Wut, Rebellion, Aggression und Urangst. Es wird geschrien, gekreischt und geröchelt bis die Schwarte kracht, je nach Spielart. Eine Welt der extremen Gefühle, der archetypischen Muster und unterbewussten Triebe. Und damit auch eine Welt, in der sich die Gesellschaft Frauen – oder das, was sie eben als Weiblichkeit definiert – schlecht bis unmöglich vorstellen kann. Schließlich haben Frauen ja kaum Aggressionen, kleine Mädchen prügeln sich auch nicht im Sandkasten, sie rebellieren nicht und hassen nur bescheiden weinend und ihre Wut ist lächerlich, hilflos und süß.

 

Es mag sein, dass viele Frauen Black Metal als zu roh, zu extrem, zu aggressiv empfinden. Dabei bleibt die Frage unbeantwortet, ob und wieso sie sich in die weiblichen Rollenklischees begeben und damit möglicherweise den Blick über den Tellerrand nicht wagen. Denn schließlich gibt es sie doch, die Frauen im Black Metal. Solche Frauen, die es lieben, wenn eine schwarze Messe auf der Bühne zelebriert und der Incubus angerufen wird. Die zu den harten Beats ihre Haare – egal ob kurz, lang, dünn oder voll, seidig oder struppig – schütteln und die befriedigt mit 5-10 Bier im Bauch nach einem Konzert nach Hause fahren. Vielleicht sind sie aber auch Straight Edge und trinken gar nicht. Vielleicht tanzen sie sich den Arsch ab. Vielleicht sehen sie aus wie LKW-Fahrerinnen, vielleicht wie Barbarella oder vielleicht wie Adams kesse Rippe, vielleicht aber auch ganz und gar anders. Wichtig ist doch: When it’s cold, and when it’s dark – the freezing moon can obsess you. Und so sind sie Black Metal Fans bis in die Gene, egal aus welchen Gründen und ganz unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung und politischer Gesinnung. Denn es ist das Blut, das kocht angesichts des harten Beats. Und Blut kennt kein Geschlecht – until the light takes us!